NICCI FRENCH

FRIEDA KLEIN: DIE NEUE SERIENHELDIN

Frieda Klein, Ende dreißig, ist Psychotherapeutin in London. Sie ist Single und lebt selbstgenügsam und zurückgezogen in einem kleinen, dunklen Haus. Sie liebt ihre »Räuberhöhle« – wie ein Kollege ihr Zuhause nennt – heiß und innig, hasst dagegen lichtdurchflutete Räume, Handys und Menschenmengen.

Ihre Schlaflosigkeit bekämpft sie durch regelmäßige nächtliche Spaziergänge durch heruntergekommene Viertel Londons. Hier kommen Friedas Gedanken und Grübeleien langsam zur Ruhe – hier fühlt sie sich wohl.

Am Anfang des ersten Romans hat Frieda keinerlei Interesse an dem Thema Verbrechen und keinerlei Verbindung zur Polizei. Im Gegenteil: Sie ist der Überzeugung, dass die Welt ein düsterer Ort voller Chaos ist und sich jeder Kontrolle entzieht. Das einzige, was wir kontrollieren und in begrenztem Umfang verändern können, ist das, was sich in unserem Kopf abspielt, und genau darum kümmert sie sich als Therapeutin. Diese Überzeugung spiegelt sich auch in ihrem Privatleben wider: Frieda kontrolliert nicht nur ihre Gedanken-, sondern auch ihre Gefühlswelt. Ihre bisherigen Beziehungen zu Männern haben stark darunter gelitten. In Blauer Montag lässt sie sich zwar auf einen neuen Liebhaber – Sandy – ein; doch spätestens als er ihr vorschlägt, mit ihm nach New York zu ziehen, spürt sie, dass sie ihn nur halbherzig liebt. Sie könnte niemals für ihn London verlassen.

Friedas Leben ändert sich vollständig, als die verstörenden Phantasien eines ihrer Patienten mit einem realen Verbrechen übereinstimmen. Sie erlebt, wie komplizierte psychopathische Störungen das Leben Unschuldiger bedrohen, und entschließt sich zu handeln.