NICCI FRENCH

INTERVIEW ZUR FORTSETZUNG DER THRILLER-REIHE

mit Sean French und Nicci Gerrard

Welcher Herausforderung muss sich Frieda Klein bei ihrem zweiten Fall stellen?

Die Polizei wendet sich an Frieda, weil sie als Therapeutin über besondere Fähigkeiten bei Mordermittlungen verfügt. Für sie ist das nicht immer einfach, weil sie sich selbst vor allem in einer heilenden Rolle sieht, und das passt manchmal nicht zu den Pflichten eines Ermittlers, der um jeden Preis die Wahrheit herausfinden muss.

Erfahren wir mehr über Friedas schwierige Familienverhältnisse?

Frieda hat einen sechsten Sinn für die Geheimnisse anderer, aber ihre eigenen hütet sie streng. Doch die Lebensumstände, in die sie hineingezwungen wird, haben ihren Preis: Ihre Vergangenheit kommt nach und nach ans Tageslicht. In dem Roman Blauer Montag scheint sie so gut wie keine Familie zu haben. In Eisiger Dienstag erahnen wir die gestörten Familienverhältnisse, aus denen sie sich befreit hat. In unserer Romanreihe wird es unter anderem darum gehen, dass man der Familie nicht entfliehen kann. Für Frieda ist sie ein Alptraum, mit dem sie sich eines Tages auseinandersetzen muss.

Was gibt es Neues über London in diesem Roman?

Eisiger Dienstag beginnt in Deptford, einem merkwürdigen und vergessenen Bezirk im Zentrum Londons. Es liegt auf der anderen Fluss seite, gegenüber von Canary Wharf, dem Finanzzentrum der Hauptstadt. Deptford war einst ein Dorf nicht weit von London. Hier legte Francis Drakes Schiff , die Golden Hind, nach seiner Weltumsegelung an, und hier wurde er auch von Königin Elizabeth I. zum Ritter geschlagen. Der berühmte elisabethanische Theaterautor Christopher Marlowe wurde hier bei einer Wirtshausprügelei ermordet. Die alten Docks, Gärten und eleganten Häuser sind längst verschwunden. Sie wurden mehrmals überbaut, und jetzt stehen Lager- und heruntergekommene Wohnhäuser neben teuren neuen Apartmenthäusern direkt an der Themse. Wir haben diese Straßen und Gassen zu einem bestimmten Zeitpunkt beschrieben, aber schon jetzt, nur drei Jahre später, steht vieles davon nicht mehr, es ist abgerissen worden und Neuem gewichen. Genau das ist London, eine Stadt, die sich fortwährend selbst verschlingt.